Aussie Reds auf der Weide

Aussie Red

Die dritte Rasse für die Drei-Rassenkreuzung ist ­Skandinavisch Rotvieh. Die von Hybrid Genetics angebotenen Aussie Red sind identisch mit Skandinavisch Rotvieh, stammen aber – wie der Name vermuten lässt – aus Australien. Es ist sicherlich das Rotvieh, das unter den härtesten Haltungsbedingungen der Welt gehalten wird. Ob skandinavische oder australische Vererber – der Genpol ist der gleiche, und häufig setzt man in beiden Zuchtprogrammen die gleichen Bullenväter ein.

In der Zuchtphilosophie und der Bullenauswahl gibt es jedoch Unterschiede. So achtet man in Australien durch die deutlich längere Nutzungsdauer als in Skandinavien stärker auf beste Euterqualitäten und Eutergesundheit. Außerdem müssen die Kühe mit langen Feld-Melkstandentfernungen gut zurechtkommen kommen. Daher berücksichtigt man die Fundamente und die Bewegung stärker in der ­Vererberauswahl.

Zudem veröffentlichen die Australier eigene Zuchtwerte, wie beispielsweise Hitzetoleranz, Mastitisresistenz und Futtereinsparung. Denn die Kühe sollen mind. 300 Produktionstage je Laktation ausschließlich mit Weide zurechtkommen.

Aufgrund der harten Haltungsbedingungen (Ganzjahresweide ohne ausreichendes Ausgleichsfutter kombiniert mit verhaltenen Kraftfuttergaben) und dem Streben nach Blockabkalbungen kristallisieren sich seit Jahrzehnten nur die fruchtbarsten und stoffwechselstabilsten Tiere für die Zuchtarbeit heraus. Entsprechend sind die Tiere sehr vital, futtereffizient und absolut mobil. Das zeigt sich in Australien unter anderem dort, wo die Tiere bis zu 2 km von der Weide bis zum Melkstand laufen müssen und regelmäßig vor den Holsteins ankommen.

Bei der Rassenkreuzung sollte man nicht zu kleine Vererber wählen und außerdem auf die Euterqualität sowie auf die Milchleistung achten.

Die Aussie Red sind wegen der leichten Abkalbungen der perfekte Kreuzungspartner auf Holstein-Färsen.

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